Der Ökotopia Espresso ist ein heftiger, wuchtiger Espresso mit kräftigem Geschmack nach spanischer Art und mit unübertroffener Durchsetzungskraft bei der Milch. Sie erhalten den kontrolliert biologisch angebauten Ökotopia-Haus-Kaffee als Bohnenware in Weichpackungen zu 200g. Als Bohnenware verkaufen wir den Ökotopia Espresso unter der Bezeichnung El Machoro (siehe dort).
Herkunft
Der Name der mexikanischen Genossenschaft, MICHIZA, ist aus den Initialen der indigenen Gruppen zusammengesetzt, die sich 1985 zusammenschlossen, um gemeinsam ihre Isolation zu überwinden: Mixes, Mixtecas, Chatinas, Cuicatecas, Chinantecas und Zapotecas.
1988 begannen die ersten Mitglieder mit dem biologischen Kaffeeanbau, seit 1992 können sie als "Yeni Navan" (zapotekisch: ewiges Licht) ihren Kaffee selbst exportieren.
Die Organisation ist von ihrer Struktur her und in ihrer tatsächlichen Praxis stark basisdemokratisch ausgerichtet. Vermarktung, Gesundheit, Frauenförderung, Kultur und Bildung oder auch die Verteidigung von Landrechten werden selbst geregelt.
Als beispielgebend kann die intensive landwirtschaftliche Beratungs- und Bildungsarbeit angesehen werden. In den Schulungen geht es etwa um die Kaffeeaufbereitung, den biologischen Anbau, Bodenschutz oder Diversifizierung.
Nicaragua: 1993 wurde die UCPCO formal gegründet und organisiert heute 7 Kooperativen und einige EinzelbäuerInnen. Die Dörfer liegen im Umland der Ortschaft San Juan de Rio Coco im Departement Madriz, ganz im Norden von Nicaragua. Diese Region ist nach Matagalpa/Jinotega das zweitwichtigste Kaffeeanbaugebiet des Landes. Die Kaffeepflanzungen liegen in einer Höhe zwischen 1.000 und 1.200 m und der dort geerntete Kaffee ist von herausragender Qualität. Unersetzlich ist er zum Beispiel als Zutat für unsere Espressomischungen. Die Biokontrollen vor Ort werden von der Zertifizierungs-Organisation BIOLATINA durchgeführt. Die Mitglieder von UCPCO sind übrigens die einzigen in dieser abgelegenen Region, die es geschafft haben, sich von den lokalen Zwischenhändlern unabhängig zu machen.
Über die Fairhandelsorganisation El Puente unterstützen wir die ostafrikanische Genossenschaft KCU (Kagera Cooperative Union) mit Sitz in Bukoba / Tansania. Insgesamt zählt die KCU ca. 50 000 Mitglieder, die jährlich rund 9000 Tonnen Kaffee produzieren. Die Mitgliedschaft gilt dabei für die ganze Familie.
Traditionell werden hier keine künstlichen Düngemittel eingesetzt, sondern Kompost. KCU baut Robusta-Kaffee an, denn dieser ist schon seit Urzeiten hier heimisch. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass faire Preise gezahlt werden, denn in mit Europa gehandelten Mischungen fließen höchstens 10 % Robusta ein, der Rest ist meist Arabica-Kaffee. Durch die typische kleinbäuerliche Mischwirtschaft sind die Kaffeesträucher nicht sehr anfällig für Krankheiten. Bisher ist der Anteil der über die gepa fair gehandelten Kaffeeproduktion noch klein. Doch alleine der positive Einfluss des fairen Handels sorgt dafür, dass es alternative Absatzmöglichkeiten gibt und dass auch andere Käufer zunehmend bereit sind, höhere Preise zu zahlen.