Kaffee (arabisch: qahwa), ist das schwarze, koffeinhaltige Heißgetränk, das wir so sehr lieben und das aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen hergestellt wird.
Die Bohnen werden aus Steinfrüchten der Pflanzenfamilie Rubiaceae gewonnen. Die zwei bedeutendsten Kaffeepflanzen sind
Coffea arabica (Arabica-Kaffee) und
Coffea canephora (Robusta). Kaffeepflanze, Kaffeebohnensorte und Anbaugebiet bestimmen die Qualitätsstufen.
Kaffee wird heute in über 50 Ländern weltweit angebaut. Die Hauptanbaugebiete liegen in Lateinamerika, Ostafrika, sowie in Indien, Vietnam und Indonesien. In der Provinz Kaffa in Äthiopien soll der Ursprung des Kaffees liegen. Von dort kam der Kaffee im ausgehenden Mittelalter nach Arabien. Lange Zeit wurde der Kaffee ausschließlich von der arabischen Halbinsel aus in alle Welt exportiert. Das Handelszentrum war die jemenitische Hafenstadt Mokka (heute: Al Mukha).
So entsteht der Kaffee
Die Herstellung frischer Kaffeebohnen beginnt mit dem Waschen der Kaffeekirschen, danach werden die Kirschen von den Bohnen getrennt. Im so genannten Pulper wird das Fruchtfleisch von der Bohne entfernt. Anschließend erfolgt die Fermentierung. Die Fruchtschleimrückstände lösen sich dabei von der Bohne. Nach dem Bad im Fermentationsbecken werden die Fruchtreste von den Bohnen gewaschen. Nach den vielen Wasserbädern müssen die Bohnen ein bis zwei Wochen lang trocknen. Die Bohnen sind jetzt noch von zwei dünnen Hautschichten umgeben, welche jetzt von den getrockneten Bohnen geschliffen werden. Zu guter Letzt werden die Bruchbohnen, Stinkerbohnen und unreifen Bohnen ausgelesen.
Die Röstung
Der wichtigste Arbeitsgang ist dann die Röstung. Es wird entweder in einer sich drehenden Trommel geröstet oder in einem heißen Luftstrom, der Bohnen hoch wirbelt. Eine kürzere Röstzeit erwirkt eine hellere Röstung und einen und somit einen milderen, leicht fruchtigen Geschmack. Bei einer längeren, sprich dunkleren Röstung entstehen mehr Bitterstoffe, aber auch ein intensiverer, nachhaltigerer Geschmack.
Robusta oder Arabica?
Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass Robusta-Bohnen eine geringer Qualität hätten, sie haben lediglich andere Eigenschaften und werden zu anderen Preisen gehandelt. Arabica-Kaffee besitzt nur die Hälfte des Koffeins im Vergleich zur Robusta-Bohne und wird vor allem wegen seines Aromas geschätzt. Die beiden Bohnensorten unterscheiden sich auch optisch: Der Robusta weist einen geraden Einschnitt in der Bohne auf, der Arabica einen gewellten. Die Robusta-Pflanze ist nicht nur kräftiger, wie der Name schon suggeriert, sondern auch widerstandsfähiger und hat eine kürzere Reifungszeit.
Die Entscheidung, ob man einen Kaffee oder einen Espresso haben möchte, hängt allerdings nicht von der Bohnensorte ab, sondern vom Röst- und Mahlgrad. Espresso wird länger geröstet und feiner gemahlen. Lesen Sie dazu mehr in auf unserer Espresso-Seite oder in den einzelnen Produktbeschreibungen der Kaffees und Espressos.