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Mexiko - Beratung und Ausbildung
Die Kaffeebauern- Genossenschaft MICHIZA im Süden Mexikos versorgt etwa 1.100 Familien in 43 Gemeinden. Hier herrscht Basisdemokratie, zu der auch Ausbildungsangebote gehören.
Der Name der Genossenschaft, MICHIZA, ist aus den Initialen der indigenen Gruppen zusammengesetzt, die sich 1985 zusammenschlossen, um gemeinsam ihre Isolation zu überwinden: Mixes, Mixtecas, Chatinas, Cuicatecas, Chinantecas und Zapotecas.

1988 begannen die ersten Mitglieder mit dem biologischen Kaffeeanbau, seit 1992 können sie als "Yeni Navan" (zapotekisch: ewiges Licht) ihren Kaffee selbst exportieren. Die Organisation ist von ihrer Struktur her und in ihrer tatsächlichen Praxis stark basisdemokratisch ausgerichtet. Vermarktung, Gesundheit, Frauenförderung, Kultur und Bildung oder auch die Verteidigung von Landrechten werden selbst geregelt.

Fünf oder sechs lokale Gruppen bilden dabei eine Region. Jede Region hat ihren eigenen Vorstand, der die Aufgaben der Zentrale übernimmt: landwirtschaftliche Beratung, Aufkauf des Rohkaffees, Bezahlung der Mitglieder, Vermarktung und Vertretung des regionalen Zusammenschlusses in der Zentrale. Dort, wo sich aufgrund der Entfernung noch kein Regionalvorstand bilden konnte, übernimmt die Zentrale weiterhin alle Aufgaben direkt.

In der Delegiertenversammlung wird die Vorauszahlung an die Mitglieder oder die Verwendung der Fair-Trade-Prämie entschieden. Die Kaffeeproduzenten können auf eigenen Wunsch die Entlohnung für ihre Kaffeeernte auf Raten ausbezahlt bekommen: zuerst eine Vorauszahlung, dann bei Lieferung des Rohkaffees und zuletzt nach Abwicklung aller Exporte. So wird das Einkommen über das Jahr verteilt. Abhängigkeiten von Geldverleihern werden so reduziert oder ausgeschlossen.

Bemerkenswert ist auch die intensive landwirtschaftliche Beratungs- und Bildungsarbeit: Kaffeeaufbereitung, biologischer Anbau, Bodenschutz oder Diversifizierung werden gelehrt.

Ein Auszug aus der Satzung: "Michiza verfolgt drei Ziele: 1) Die Verbesserung der Lebensbedingungen der Mitglieder, ihrer Familien und Gemeinschaften durch den ökologischen Anbau von Kaffee und die kommunale Organisation. 2) Die Verbesserung unseres Produkts durch die organisch-biologische Anbauweise, um so Boden und Umwelt zu schützen. 3) Die direkte Vermarktung des Bio-Kaffees zur Erzielung besserer Preise für unsere Mitglieder und deren Familien."

Espresso decaffeinato kbA
Kaffee aus fairem Handel, Partner-Projekt,
El Salvador, Mexico. Auch ohne Koffein ein aromatischer Genuss. Gemahlen.