Bolivien - Unabhängigkeit von Drogenhändlern
Wir unterstützen über die Fairhandelsorganisation El Puente das Projekt UNION PROAGRO, die den in den Anden lebenden Aymaras und Quechuas den Bio-Kaffeeanbau als Alternative zum Coca-Anbau anbietet.
Unterstützung beim Anbau und bei der Vermarktung ist das Eine. Das Andere ist der ökologische Anbau mit Naturdünger, ein biologischer Pflanzenschutz sowie eine traditionelle und natürliche Verarbeitung. Die damit erzielten Produkte höchster Qualität ermöglichen faire Preise und somit die Unabhängigkeit von den örtlichen Drogenhändlern.
Zum biologischen Anbau kamen Aymara- und Quechua-Indios mehr durch Zufall, denn der Kunstdünger war zu teuer. Heute sind sie froh, diesen Weg gegangen zu sein, denn mit Bio-Kaffee können sie höhere Preise erzielen. Apropos Preise erzielen: Der hier angebaute Kaffee hat schon mehrere Auszeichnungen erhalten, im Gegensatz zu den Coca-Pflanzen, die fast ausschließlich den westlichen Drogenmarkt bedienen.
Mehr noch: Die garantierten Festpreise von El Puente schaffen nicht nur ein regelmäßiges, sondern auch ein planungssicheres Einkommen. So war die UNION PROAGRO in der Lage, gemeinsam mit der Kommune eine seit langem notwendige Straße zum Abtransport der Kaffeeernte zu bauen. Auch eine Diesel betriebene Schälmaschine konnte angeschafft werden. Sie erledigt das Schälen der Kaffee-Kirschen in einem Viertel der Zeit. Die Anschaffung einer zweiten Maschine ist schon geplant.
Auch eine Schulspeisung der Kinder wurde eingerichtet, denn viele Kinder waren häufig hungrig zur Schule gekommen. Seitdem hat sich die Ernährungslage der Kinder deutlich verbessert.