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Tanzania - ökonomisch sozial - natürlich biologisch
In Ostafrika fördern wir über die Fairhandelsorganisation gepa die Genossenschaften KCU (Kagera Cooperative Union) und KNCU (Kilimanjaro Native Co-Operative Union).
Diese haben mit der gepa vertraglich vereinbart, dass der gepa-Mehrpreis direkt den Einzelkooperativen zugute kommt. Obendrein wird eine Entwicklungsprämie in einen Fonds gezahlt. Damit werden soziale, wirtschaftliche oder Bildungsmaßnahmen finanziert. In der KNCU beispielsweise sind 92 Einzelkooperativen mit je ca. 1.000 Mitgliedern engagiert, wobei die Gesamtanzahl der einzelnen Mitglieder bei etwa 100.000 liegt. Etwa fünf Prozent der eingetragenen Mitglieder sind Frauen; meist handelt es sich dabei um Witwen oder Unverheiratete.

Im Gegensatz zum Landesinneren ist die Kilimandscharo-Region mit ihren fruchtbaren Böden und reichlichen Niederschlägen sehr dicht besiedelt. Von ihren drei bis maximal fünf Hektar Land bebauen die Produzenten etwa einen bis drei Hektar mit Kaffeepflanzen. Von Monokulturen haben sich diese Bauern und Bäuerinnen schon lange verabschiedet.

Traditionell werden auch keine künstlichen Düngemittel eingesetzt, sondern Kompost. KCU und KNCU bauen Robusta-Kaffee an, denn dieser ist schon seit Urzeiten hier heimisch. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass faire Preise gezahlt werden, denn in mit Europa gehandelten Mischungen fließen höchstens 10 % Robusta ein, der Rest ist meist Arabica-Kaffee. Durch die typische kleinbäuerliche Mischwirtschaft sind die Kaffeesträucher nicht sehr anfällig für Krankheiten.

In der Tanzania Coffee Curing Company (TCCC), die mehrheitlich im Besitz von KNCU ist, werden die Bohnen geschält, poliert, sortiert und bis zur Versteigerung zwischengelagert. Noch bis vor wenigen Jahren war es nicht möglich, Kaffee von einer bestimmten Kooperative zu erwerben. Der Auktionskaffee blieb anonym. Inzwischen ist die KNCU ist mit einem eigenen Verkaufsagenten präsent, der den Rohkaffee der Kooperativen an den Meistbietenden weiterverkauft. Alleine der positive Einfluss des fairen Handels sorgt dafür, dass es alternative Absatzmöglichkeiten gibt und dass auch andere Käufer zunehmend bereit sind, höhere Preise zu zahlen.
Aus einem mit den gepa-Mehrpreiszahlungen finanzierten Entwicklungsfonds sieht sich KNCU deshalb auch in der Lage, Workshops und Seminare anzubieten, die den Mitgliedern wichtige Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln.

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