Kolumbien - Abkehr vom Coca-Anbau
Unser Partner, die Fairhandelsorganisation El Puente unterstützt die Kleinbauern-Genossenschaft NUEVO FUTURO beim Umstieg vom Coca-Anbau auf den Kaffeeanbau.
Die Kleinbauern der Region Cauca leben immer noch hauptsächlich vom Coca-Anbau, denn der traditionelle Kaffeeanbau lohnt sich hier (noch) nicht. Deshalb unterstützt unser Partner, die Fairhandelsorganisation El Puente die Kleinbauern-Genossenschaft NUEVO FUTURO beim Umstieg auf den Kaffeeanbau. Faire Preise machen den Kaffeeanbau wieder lukrativ, so dass die südkolumbianischen Bauern und Bäuerinnen die Kaffeeproduktion zunehmend steigern und irgendwann den Coca-Anbau vollkommen aufgeben können.
Das kann natürlich nur gelingen, wenn die Bauern mit dem Kaffeeanbau ein angemessenes Einkommen erzielen. Das Projekt "Cafe Organico" läuft in Cauca schon seit 1994 mit Unterstützung des Comité Departamental de Cafeteros del Cauca und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ).
Die beteiligten Bauern haben zusätzlich noch kleine Kokaflächen in ihren Betrieben, um ihr Einkommen zu sichern. Ein Team von ausgebildeten Beratern besucht die Kleinbauern in regelmäßigen Abständen und berät sie, wie sie bald vollständig auf biologisch-organischen Kaffeeanbau umstellen können.
Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Verbesserung der Kaffeeaufbereitungsanlage in den Betrieben mit einem revolvierenden Fonds. Die Zertifizierung des Kaffees als kontrolliert biologischer Anbau erfolgt durch anerkannte lateinamerikanische Kontrollstellen. Der "Café Org?nico de Colombia" wächst in Höhen von 1.200 bis 2.000 Meter als milder aromatischer Ar?bica. Mit der Vermarktung von Biokaffee erzielen die Bauern höhere Preise. Der partnerschaftliche Handel mit NUEVO FUTURO ermöglicht dieser eine Vorfinanzierung der Produktion.