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Dezember 2016 - Artikel im Berliner Abendblatt
Fairtrade aus der Coppistraße
Die Ökotopia GmbH kam aus einer etwas anderen Welt, als die der klassischen Lichtenberger Unternehmensstruktur, als sie im Sommer dieses Jahres ihren Standort im Gewerbegebiet an der Coppistraße bezogen. 1980 im alternativ betriebenen Kreuzberger Mehringhof gegründet, war das Hauptprodukt der „Ökotopia anders handeln GmbH“ sehr lange der besonders bei der links-alternativen Klientel beliebte Fair-Trade Kaffee. Die als „Sandino Dröhnung“ bestens bekannte Bohnen-Mischung, zeichnete sich damals weniger durch besonders guten Geschmack, als durch eine gerechtere Beteiligung der Kaffee-Bauern an den erzielten Erträgen aus. „2008 sind wir aus dem Kreuzberger Mehringhof ausgezogen. Die Räume warern für uns zu klein und unwirtschaftlich geworden – in Treptow hatten wir die doppelte Fläche zur Verfügung. Die reichte dann schließlich auch nicht mehr aus und wir fanden die Räume hier in der Coppistraße“, erklärt Geschäftsführerin Franziska Geyer bei einem Rundgang mit Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) und Petra Bock von der bezirklichen Wirtschaftsförderung durch die neuen Hallen, die jetzt eine Gesamtfläche von 1200 Quadratmetern haben. Rund 20 Mitarbeiter sind im Betrieb am neuen Standort beschäftigt.

Große Flächen

In den großen Lagern im Erdgeschoss wird der Tee gemischt und eingetütet, Kaffeelieferungen entgegengenommen und Bestellungen versandfertig gemacht. Die Teesorten heißen hier „Weiter Blick“, „Bamboo Balance“ oder „Mondschimmer“. Die Zutaten kommen nach Möglichkeit aus der Region. „Das gelingt nicht immer. Die Brandenburger Böden bieten dazu nicht die besten Möglichkeiten“, gesteht Franziska Geyer.

Wichtige Werte

Fairness, Beteiligung und Kooperation sind noch immer zentrale unternehmerische Werte bei Ökotopia geblieben. „Als Bio-Betrieb ist natürlich Essen und Trinken auch eine wichtige Sache für uns selbst. Das Mittagessen kochen wir dazu natürlich selber. Dadurch, dass wir so viele Mitarbeiter aus allen möglichen Herkunftsländern hier im Betrieb haben, fällt die Speisekarte sehr abwechslungsreich aus – bei uns gibt es kasachische, albanische, chinesische, vietnamesische und polnische Mahlzeiten immer wieder im Wechsel“, so Geyer. Eine Vielfalt, die auch die Mitarbeiter zu schätzen wissen.
Text und Bild: Stefan Bartylla


Den Originalbeitrag kann man unter folfgendem Link einsehen:

http://www.abendblatt-berlin.de/2016/12/05/fair-trade-aus-der-coppistrasse/
Kontakt

Franziska Geyer
f.geyer@oekotopia.org